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Pressetexte - Press Kit

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Glückspilze – Von der Strasse in die Manege, ein märchenhaftes Spektakel.

Synopsis kurz

Im märchenhaft anmutenden St. Petersburg leben mehr als 10'000 Kinder auf der Strasse. Doch da ist Larissa, mit ihrem Zirkus Upsala: sie nimmt sich der Rabauken an und katapultiert sie in ungeahnte Höhen. Glückspilze nimmt uns mit auf eine Reise von den Tiefen des russischen Slums zu den Lichtern der Zirkuswelt und den Abenteuern einer Tournee durch die Schweiz. Er begleitet den aufgehenden Star des Zirkus, den 6-jährigen Danja, Mischa, der zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung übernimmt, das ewige Strassenkind Nastja und den ruhelosen Igor, dessen alleinerziehende Mutter mit ihren 4 Kindern überfordert ist.
Der Film zeigt auf, dass mit Ausdauer und Willenskraft fast alles erreichbar ist und Gardi Hutter, die den Zirkus in St. Petersburg trainierte, trägt ihren Teil zum Gelingen bei.

Synopsis lang

Tosender Applaus und Standing Ovations für die Zirkustruppe aus St. Petersburg. Die Schweizer Tournee ist ein voller Erfolg und festigt das Selbstbewusstsein der ehemaligen Strassenkinder. Auch die Clownin Gardi Hutter ist begeistert: «Das ist nicht einfach Kunst, das sind echte Überlebensstrategien». Doch das Glück ist nicht oft auf der Seite von Strassenkindern. Falls die Eltern noch leben, sind sie meist drogenabhängig oder im Gefängnis. Die Kids hauen von zu Hause ab und suchen den Kick auf der Strasse. Doch da ist Larissa mit ihrem innovativen Zirkus Upsala. Sie nimmt sich der Rabauken an und katapultiert sie in ungeahnte Höhen.

Glückspilze nimmt uns mit auf eine Reise von den Tiefen des russischen Slums zu den Lichtern der Zirkuswelt und den Abenteuern einer Tournee durch die Schweiz. Der Film folgt dem aufgehenden Star des Zirkus, dem 6-jährigen Waisenkind Danja, der die Freude am Trainieren entdeckt und verzweifelt nach Adoptiveltern sucht, damit er weiter beim Zirkus Upsala mitmachen kann. Mischa, das älteste Zirkuskind, lebte früher auf der Strasse und lernt nun zum ersten Mal in seinem Leben Verantwortung für Andere zu übernehmen, indem er als Trainer im Zirkus arbeitet. Der aggressive Igor ist neu dabei und konnte sich noch gar nicht integrieren. Seine alleinerziehende Mutter ist mit ihren 4 Kindern überfordert und Igor droht, von Zuhause abzuhauen. Und da ist noch Nastja, die seit 10 Jahren auf der Strasse lebt und sich mit immer neuen Überlebensstrategien über Wasser hält.

Der Film zeigt auf, dass mit Ausdauer und Willenskraft fast alles erreichbar ist und Gardi Hutter, die den Zirkus in St. Petersburg trainierte, trägt ihren Teil zum Gelingen bei.

«Dieser äusserst berührende Dokumentarfilm wird seinen wunderbaren Hauptdarstellern gerecht.»
Geneva Lunch News

«Der Film ist wunderschön, witzig und extrem berührend. In einer Zeit in der die Adoption von russischen Kindern nicht nur in diplomatischen Kreisen für Schlagzeilen sorgt, gewinnt der Film zusätzlich an Bedeutung.»
Suzy Nelson-Pollard

Klappentext

Der quirlige Danja ist Halbwaise und sein Vater sitzt im Gefängnis. Der streitlustige Igor wurde kürzlich um ein Uhr morgens alleine auf der Strasse aufgegriffen. Seine alleinerziehende Mutter ist mit ihren 4 Kindern überfordert. Nastja und Mischa sind von Zuhause abgehauen, weil sie es nicht mehr aushielten. Doch da ist Larissa mit ihrem innovativen Kinderzirkus Upsala. Sie nimmt sich der Rabauken an und katapultiert sie in ungeahnte Höhen. Eine geplante Tournee in die Schweiz lockt und das Training mit der Clownin Gardi Hutter wird zum einmaligen Erlebnis. Bilder vom schillernden St. Petersburg kontrastieren mit den heruntergekommenen, trostlosen Plattenbauten. Doch die herzliche, bunte Zirkuswelt überstrahlt alles.

Glückspilze – Anmerkung der Regie

«Wenn du in das Gesicht eines Menschen schaust, erkennt du, ob er einen einfachen oder schwereren Start ins Leben hatte. Man sieht es am Ausdruck, der Mimik und vor allem in den Augen.»
Gardi Hutter, Schweizer Clownin

Wir erlebten St. Petersburg in Aufbruchsstimmung: der Kapitalismus gedeiht und jeder versucht sein eigenes Business aufzubauen unter dem Motto: wer es jetzt nicht schafft, ist selber schuld! Daneben aber gibt es eine Gesellschaftsschicht, die den Anschluss verpasst hat, in die Armut schlitterte und ratlos den Sowjetzeiten nachtrauert, mit ihrem Recht auf Arbeit und Wohnung. Unser Film erzählt von Kindern, die in diesem Umfeld aufwachsen – ohne Perspektiven, ohne Zukunft. Viele flüchten auf die Strasse, rutschen in die Kleinkriminalität ab und werden von der Polizei gefasst und in staatliche Erziehungsheime gesteckt, wo sie wenig später wieder ausbrechen. Ein Kreislauf!

Für solche Jugendliche ist der Zirkus Upsala wie ein Rettungsanker. Mit unermüdlichem Eifer setzt sich Larissa, die Direktorin des Zirkus für diese Kinder ein, bietet ihnen eine Zufluchtsstätte und neuen Lebenssinn.
Was mich am Zirkus Upsala besonders fasziniert, ist das Selbstverständnis, das Unmögliche möglich zu machen. Nach dem Motto, «wo ein Wille ist, gibt es ein Weg, auch wenn es ein Umweg sein sollte» hat der Zirkus 10 Jahre überlebt, hat sich verändert, erneuert, ist fast zu Grunde gegangen und hat sich immer wieder aufgerappelt. Und diese Haltung spüre ich auch in unseren Protagonisten, die hartnäckig und jeden Tag aufs Neue um ein besseres Leben kämpfen.

Mit der Auswahl unserer Protagonisten haben wir versucht, ein möglichst breites Spektrum von sozial gefährdeten Kindern unterschiedlichen Alters darzustellen. Gleichzeitig wird klar, wie schicksalhaft gewisse Begegnungen sein können. Wäre Mischa vor 10 Jahren nicht von Upsala entdeckt worden, würde er heute wohl auf der Strasse leben, so wie Nastja. Der 6-jährige Danja, der verzweifelt Adoptiveltern sucht, könnte in ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation sein wie Igor und dieser läuft Gefahr, auf der Strasse zu landen.

Auch in der westlichen Welt ist die Anzahl von vernachlässigten Kindern, die sich auf der Strasse sozialisieren, rasant zunehmend. Vielleicht haben wir engere Auffangnetze hier, aber die Grundproblematik bleibt bestehen. In einer Zeit, in der die olympischen Winterspiele von Sotchi vor der Tür stehen und die Adoption von russischen Kindern nicht nur in diplomatischen Kreisen für Schlagzeilen sorgt, gewinnt der Film zusätzlich an Bedeutung.